5-hydroxytryptophan

Serotonin

Serotonin, das auch als "Glückshormon" bekannt ist, kann durch die Einnahme von 5-HTP positiv beeinfusst werden. Das Amin Serotonin kommt als Hormon in der Gehirnregion vor. Serotonin vermittelt eine Verengung der Blutgefäße. Serotonin ist ein dämpfend wirkender Neurotransmitter. Außerdem steuert Serotonin beim Menschen den Gemütszustand, Schlafrhythmus, Sexualtrieb und die Temperatur im Körper.

In einem Artikel in Drug Topics, der Universität von Mississippi nannte der Wissenschaftler Ronald F. Borne, PhD, Serotonin als den "Neuroüberträger der Neunziger". "Unter den chemischen Neuroüberträgerstoffen" schreibt Dr. Borne, "ist Serotonin in der Ätiologie oder der Behandlung verschiedenster Störungen, im besonderen des zentralen Nervensystems einschließlich Angst, (....) Zwangsvorstellungen und -handlungen, Schizophrenie, (...)l, Fettsucht, (....), (...) Störungen in Bereichen des Gefäßsystems, Migräne und Nausea (Übelkeit) vielleicht die am stärksten beteiligte Substanz.

Eine zu geringe Serotonin-Menge ist festzustellen bei Migräne, Angstzuständen, Depressionen und gesteigerter Schmerzempfindlichkeit. Man kann den Serotoninspiegel testen lassen. Ein Arzt wird ebenso den Serotonin-Spiegel bestimmen, wenn der Verdacht auf einen Karzinoid-Tumor besteht. Die Symptome dieses Krebsleidens sind vermehrte Körperröte, starke Bauchschmerzen, Magenentzündungen mit Durchfällen und plötzlich einsetzende Atemnotanfälle.

Serototonin wird auch chemisch als 5-Hydroxy-tryptamin bezeichnet. Es ist ein aus der essentiellen Aminosäure Tryptophan gebildeter Mediator und wird als 5-Hydroxyindolessigsäure im Urin ausgeschieden. Vorkommen: ZNS, Darmschleimhaut und Thrombozyten. Im ZNS wichtiger Überträgerstoff, dessen Fehlen u. a. zu Schlafstörungen und Depressionen führt. Die Bluthirnschranke ist für Serotonin undurchlässig. Wirkung: Arteriolenkonstriktion in Lungen und Nieren, Arteriolendilatiation in der Skelettmuskulatur, positiv ionotrop und chronotrop am Herzen, Erregung des Verdauungstraktes und der Bronchien. Soll auch eine wichtige Rolle beim Zustandekommen der Migräne spielen.

Serotonin wird aus der Aminosäure Tryptophan über 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) unter Mitwirkung von Vitamin B6 gebildet und zum Teil weiter in Melatonin umgewandelt. Serotonin ist stark stimmungsaufhellend, entspannend, schlaffördernd, antidepressiv, schmerzhemmend und motivationsfördernd. Zudem beeinflusst Serotonin positiv das Sättigungsempfinden und wirkt damit Appetitreguliernd. Weiter wirkt es schmerzhemmend. Bei Serotoninmangel, verstärkt durch Melatonin- und Dopaminmangel, kann es zu Depressionen, Angstzuständen, Konzentrationsmangel, Schlaflosigkeit, Migräne, Fibromyalgie (unspezifische Bindegewebsschmerzen), Empfindungsstörungen (MCS) und schwerer Abgeschlagenheit (Fatigue, CFS) kommen.

Info: Mittel gegen Depressionen

Presse zu Serotonin

Glückshormon Serotonin hält die Leber gesund

Internationales Wissenschaftlrteam weist nach, dass Serotonin für die Heilung von geschädigtem Lebergewebe unverzichtbar ist Das Hormon Serotonin hat vielfältige Aufgaben im Organismus - es überträgt Signale im Gehirn und ist an der Regulation des Blutdruckes beteiligt. Wird ein Blutgefäß verletzt, setzen die Blutplättchen Serotonin frei, um die Blutgerinnung zu unterstützen. Ein interdisziplinäres Team von Chirurgen und Pathologen aus Zürich und Straßburg konnte zusammen mit Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und des
Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin jetzt zeigen, dass Serotonin auch wesentlich zur Regeneration von verletztem Lebergewebe beiträgt. Die Forscher untersuchten die Heilung von Leberzellen bei Mäusen, deren Blutplättchen kein Serotonin enthielten. Sie
stellten fest, dass sich deren Leberzellen wesentlich langsamer erholten als bei Tieren mit intakten Blutplättchen. Diese Befunde könnten helfen, Patienten mit Leberschäden erfolgreicher zu therapieren (Science, 7. April 2006).
Weitere Informationen: http://goto.mpg.de/mpg/pri/20060410/

Neurotransmitter löst Selbstzerstörungsmechanismus aus

Wissenschaftler der University of Birmingham haben entdeckt, dass der als Glückshormon bezeichnete Neurotransmitter Serotonin bestimmte Krebszellen in die Selbstzerstörung treibt. Serotonin regelt beim Menschen den Schlafrhythmus, den Gefühlszustand, das Sexualverhalten und die Körpertemperatur. Die Ergebnisse könnten eine Erklärung dafür sein, warum Optimisten eine Tumorerkrankung eher besiegen. Die Studie wurde im Fachmagazin Blood (Blood 2002 99: 2545-2553)publiziert.