5-hydroxytryptophan

5 HTP Nebenwirkung

5 HTP hat deutlich weniger Nebenwirkungen als herkömmliche Antidepressiva und Psychopharmaka. Zur Verdeutlichung; es gibt zwar das Buch "Psychopharmaka absetzen", doch kein Buch "Naturstoff 5-HTP" absetzen. Die Pharmaindustrie hat die Bedeutung von Serotonin schon länger erkannt. Seit einigen Jahren sind Medikamente auf dem Markt, die die Wiederaufnahme von Serotonin in die Zellen hemmen, so genannte Serotonin- Reuptake - Hemmer (SSRI´s). Durch diese Substanzen bleiben die Serotonin - Spiegel erhöht. Einsatzgebiete sind vor allem jene Antidepressiva, die wiederum oftmals zu Wassereinlagerung bis hin zu Leberschäden führen können. Leider sind viele dieser Medikamente mit nicht unerheblichen weiteren Nebenwirkungen verbunden. Da 5 HTP nicht patentierbar ist, ist das Interesse der Pharmafirmen an einer kommerziellen Vermarktung naturgemäß eher gering.

Nebenwirkungen von 5-HTP sind sehr selten. Das gute an 5htp ist, dass es dem Körper nicht fremd ist. Da es aus Tryptophan (man nimmt Tryptophan mit der Nahrung auf) im Körper in 5htp umgewandelt wird. Wenn überhaupt Nebenwirkungen auftreten, dann nur bei Einnahme großer Mengen. Diese Nebenwirkungen wären wie wohl auch bei zu viel Genuss von einem einseitigem Lebensmittel: Kopfschmerzen, Darmbeschwerden, Schlaflosigkeit, Muskelschmerzen und euphorische Rauschzustände auf. Schwangere oder stillende Mütter sowie Personen, die unter ständiger ärztlicher Betreuung stehen, sollten vor der Einnahme einen Arzt konsultieren. Vorsicht ist ebenso bei Lebererkrankungen geboten, da HTP-5 100 mg sonst unerwünscht stark wirken. Oftmals ist es bei Lebererkrankungen zu empfehlen, eher auf sanftere Möglicheiten auszuweichen, die 5-HTP nicht "vorgefertigt" isoliert anbieten, sondern dem Körper die Möglichkeit sich Hilfe zur Selbsthilfe geben zu können.

Dennoch sollte man auch bei 5-HTP die Frage stellen, was man tun kann, um 5-HTP selbst und körpereigen synthetisieren zu können. Oftmals begehen Menschen auch bei 5-HTP dem Glaube, viel helfe viel. Dies mag bei chronischem Serotoninmangel sicher sinnvoll sein. Doch auch wie bei jedem "isoliert" betrachtetem Naturheilmittel, gilt der sogenannte "Platzregeneffekt". Mal schnell eine Wirkung, die dann aber nicht wirklich nachhaltig ist. Eine Nachhaltigkeit ist jedoch in einer Gesellschaft, die auf "Masse" statt "Klasse" setzt oftmals nicht so leicht zu kommunizieren. Daher ist es sinnvoll 5-HTP ruhig zu nehmen, aber mit dem Ziel, es als guten "Impulsgeber" bald wieder selbst bilden zu können. Dazu ist es vor allem wichtig, zu fragen, welche Enzyme denn dafür sorgen, 5-HTP aus der eigenen Erbsubstanz und den täglich zugeführten Aminosäuren bilden zu können. Ansätze, die weiterdenken gehen hier vom sogenannten "Enzymnetzwerk" aus. Ein Netzwerk ist demnach so stark, wie sein schwächstes Glied. Diese Ansätze kann man in Alternativen zu 5-HTP, sprich 5-Hydroxytryptophan, einer biochemischen Verarbeitungsstufe des Rohmaterials Aminosäure Tryptophan finden.